Mathematikunterricht gemeinsam weiterentwickeln

Gute Fortbildung verbindet fachdidaktische Orientierung mit konkreter Unterrichtspraxis. Sie schafft Raum, neue Ideen kennenzulernen, Werkzeuge und Aufgaben selbst zu erproben, Erfahrungen auszutauschen und Konsequenzen für den eigenen Unterricht zu entwickeln.

Fortbildung ist mehr als Input.

Wirksame Fortbildung macht Lehrkräfte nicht zu Zuhörenden, sondern zu aktiv Beteiligten. Sie verbindet fachliche und fachdidaktische Impulse mit eigenem Erproben, kollegialem Austausch und der Frage, was sich daraus für den konkreten Unterricht ergibt.

Was wirksame Fortbildung trägt

Gute Fortbildung entsteht nicht durch möglichst viele Inhalte, sondern durch eine Lernumgebung, in der Lehrkräfte fachlich herausgefordert werden, eigene Erfahrungen einbringen, Neues erproben und Konsequenzen für ihre Praxis entwickeln können.

Fachdidaktisch fokussieren

Fortbildung braucht klare fachliche und fachdidaktische Ziele. Im Mittelpunkt steht nicht die Methode oder das Werkzeug selbst, sondern die Frage, welche professionellen Kompetenzen entwickelt werden und was daraus für das Lernen der Schülerinnen und Schüler folgt.

An Erfahrungen anknüpfen

Lehrkräfte bringen Wissen, Überzeugungen, Erfahrungen und unterschiedliche Voraussetzungen mit. Gute Fortbildung nimmt diese ernst, macht sie zum Ausgangspunkt gemeinsamer Arbeit und eröffnet von dort aus neue Perspektiven.

Mit konkretem Unterricht arbeiten

Aufgaben, Lernendenprodukte, Unterrichtsszenen und konkrete Herausforderungen machen fachdidaktische Fragen greifbar. Theorie gewinnt an Bedeutung, wenn sie hilft, reale Unterrichtssituationen genauer zu verstehen und weiterzuentwickeln.

Aktiv und gemeinsam lernen

Fortbildung sollte vielfältige Gelegenheiten zum eigenen Denken, Erproben und Austauschen eröffnen. Individuelle Arbeitsphasen, gemeinsames Problemlösen und kollegiale Diskussion ergänzen kurze fachliche Impulse.

Erproben, reflektieren, weiterentwickeln

Entscheidend ist, was zwischen Fortbildung und Unterricht geschieht. Neue Ideen werden in der eigenen Praxis erprobt, Erfahrungen gemeinsam reflektiert und daraus nächste Schritte entwickelt. So wird Fortbildung Teil eines längerfristigen Professionalisierungsprozesses.

Fortbildungsschwerpunkte

Inhaltlich konzentrieren sich meine Fortbildungen auf Themen, die sich aus Mathematikdidaktik, Unterrichtsentwicklung und Digitalität ergeben. Im Mittelpunkt steht jeweils die Frage, wie sich daraus konkrete Impulse für den Unterricht und die professionelle Arbeit von Lehrkräften entwickeln lassen.

Mathematik verstehen lernen

Fortbildungen zu verstehensorientiertem Mathematikunterricht, Grundvorstellungen, Problemlösen und entdeckendem Lernen – mit konkreten Aufgaben und Materialien für die Unterrichtspraxis.

GeoGebra & digitale Werkzeuge

Dynamische Mathematiksoftware, digitale Lernumgebungen und Werkzeugkompetenzen: nicht als Technikschulung, sondern mit Blick auf ihr fachdidaktisches Potenzial für mathematisches Lernen.

KI im Mathematikunterricht

Generative KI eröffnet neue Möglichkeiten für Planung, Lernen und Reflexion. Im Mittelpunkt stehen konkrete Einsatzformen, Qualitätsfragen und die Frage, wie mathematische Eigenständigkeit erhalten und gefördert werden kann.

Unterricht gemeinsam weiterentwickeln

Fortbildungen zu Aufgabenentwicklung, Unterrichtsplanung, kollegialem Austausch und professioneller Reflexion – mit dem Ziel, aus gemeinsamen Erfahrungen konkrete nächste Schritte für den eigenen Unterricht zu entwickeln.

Beiträge zum Thema Fortbildungen

Ausgewählte Fortbildungen

Seit vielen Jahren konzipiere und gestalte ich Fortbildungen für Mathematiklehrkräfte – zu fachdidaktischen Fragen, digitalen Werkzeugen und aktuellen Entwicklungen des Mathematikunterrichts. Einige Themen begleiteten mich über längere Zeit und wurden in unterschiedlichen Formaten weiterentwickelt.

Mit GeoGebra zum Lernen 4.0

Die Vorteile digitaler Technologie ins Klassenzimmer holen
Vortrag MNU Bundeskongress Hannover · 2019

GeoGebra wird nicht nur als dynamische Mathematiksoftware betrachtet, sondern als umfassende digitale Lernumgebung. Im Workshop erkunden die Teilnehmenden an konkreten Beispielen, wie Apps, Materialien, Gruppen und weitere digitale Möglichkeiten mathematisches Entdecken, Visualisieren und selbstständiges Arbeiten unterstützen können. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie digital gestützter Mathematikunterricht reichhaltiger und mathematisch gehaltvoller werden kann.

QuaMath-Werkstatt

Gemeinsam Mathematikunterricht weiterdenken – Beobachtung, Fachsprache und Kohärenz in der Ausbildung
Werkstatt für Mathematikfachleitungen im Regierungsbezirk Köln · seit 2026

Wie lässt sich guter Mathematikunterricht so beobachten und besprechen, dass nicht Oberflächenmerkmale, sondern seine fachdidaktischen Tiefenstrukturen sichtbar werden? In der lehramtsübergreifenden QuaMath-Werkstatt arbeiten Mathematik-Fachleitungen gemeinsam an einer fachlichen Sprache für Unterrichtsbeobachtung und Beratung. Ausgehend von den QuaMath-Prinzipien werden Beobachtungsfragen, Indikatoren und Materialien entwickelt, erprobt und schrittweise weitergeführt.

Modulare Mathematiksysteme in der gymnasialen Oberstufe

Chancen entfalten, Stolpersteine vermeiden
Vortrag KIT Karlsruhe · 2025

Wie können Modulare Mathematiksysteme wie GeoGebra mathematisches Lernen in der Oberstufe bereichern, ohne selbst zum Lernziel zu werden? Der Vortrag verbindet fachdidaktische Überlegungen, Erfahrungen aus Nordrhein-Westfalen und konkrete Unterrichtsbeispiele mit der Frage, wie Werkzeugkompetenz systematisch aufgebaut und zugleich auf Prüfungssituationen vorbereitet werden kann. Im Mittelpunkt steht ein souveräner und reflektierter Werkzeugeinsatz – so viel Mathematik wie möglich, so viel Bedienkunde wie nötig.

Vier gewinnt 3D – digital und analog

Von der Koordinatenform in die analytische Geometrie
Workshop SINUS-Kongress · 2024

Ausgehend vom räumlichen Spiel Vier gewinnt 3D wird ein verständnisorientierter Zugang zur analytischen Geometrie entwickelt. Analoges Modell, Kopfgeometrie und interaktive GeoGebra-Umgebungen greifen dabei ineinander: Ebenen werden zunächst über Gleichungen beschrieben, räumlich interpretiert und untersucht; Vektoren und Geradengleichungen entstehen anschließend aus den mathematischen Fragestellungen heraus.

GeoGebra in der Analysis zur individuellen Förderung einsetzen

Analysisunterricht in der Sekundarstufe II differenzierend gestalten
Netzwerktreffen ProfIL, Saarland · 2020

Wie können GeoGebra-Materialien so eingesetzt werden, dass sie unterschiedliche Lernvoraussetzungen aufgreifen und zugleich mathematisches Verstehen fördern? An Beispielen aus Ableitung, Extremwertproblemen, „Von der Änderung zum Bestand“ und Flächen unter Funktionsgraphen erkunden die Teilnehmenden fachdidaktische Einsatzmöglichkeiten, erstellen eigene GeoGebra-Books und entwickeln Unterrichtsentwürfe mit Differenzierungsaspekten.

Stochastikunterricht – lebendig. aktivierend. spannend.

Simulationen mit (und ohne) GeoGebra
Workshop CMN-Bundestagung, Berlin · 2019

Verständnisorientierter Stochastikunterricht lebt von Problemen, Hypothesen, Experimenten, Simulationen und mathematischen Begründungen. An ausgewählten Zufallsproblemen und Spielen untersuchen die Teilnehmenden, wie sich Vermutungen zunächst experimentell gewinnen, mit GeoGebra-Simulationen systematisch überprüfen und schließlich mathematisch begründen lassen. Analoge Experimente und digitale Simulationen werden dabei bewusst miteinander verbunden.